Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte

Berufshaftpflichtversicherung für den Rechtsanwalt

Berufshaftpflichtversicherungen für Rechtsanwälte sind unverzichtbarRechtsanwälte sind dazu verpflichtet, sich mit einer Berufshaftpflichtversicherung zu versichern. So sind Sie als Rechtsanwalt abgesichert, falls Ihnen zum Beispiel ein Fehler bei der rechtlichen Auskunft unterläuft, für den Sie allein haften müssen. Eine Berufshaftpflicht schützt Sie vor den daraus resultierenden wirtschaftlichen Konsequenzen und sichert so Ihre Zukunft.

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Pflichtversicherung für Rechtsanwälte

Seit 1994 müssen Sie eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen, um als Rechtsanwalt arbeiten zu können. Andernfalls erhalten Sie ohne den Versicherungsschutz keine Zulassung. Das schreibt der Paragraf 51 der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) vor: „Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung zur Deckung der sich aus seiner Berufstätigkeit ergebenden Haftpflichtgefahren für Vermögensschäden abzuschließen und die Versicherung während der Dauer seiner Zulassung aufrechtzuerhalten.“

Angestellte Rechtsanwälte, die über ihren Arbeitgeber mit einer Gruppenversicherung abgesichert sind, müssen beachten, dass sie dadurch von der gesetzlichen Verpflichtung nicht befreit sind. Der Versicherungsschutz einer eigenen Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte muss dennoch nachgewiesen werden. Im Zweifelsfall hilft es, wenn Sie sich mit einem Experten zusammensetzen. Dieser hilft Ihnen Berufshaftpflichtversicherungen zu vergleichn und kann genau sagen, was für Sie notwendig ist und was nicht.

Leistungen der Berufshaftpflicht

Die Berufshaftpflicht prüft bei einer Schadensmeldung zunächst, ob ein Schadensersatzanspruch besteht und in welcher Höhe. Sollte der Vermögensschaden nicht durch Ihre Tätigkeit als Rechtsanwalt erfolgt sein, so wehrt die Versicherung die Forderung ab. Dabei werden auch die Kosten eines Gerichtsverfahrens übernommen. Sind die Schadensersatzforderungen berechtigt, zahlt Ihre Berufshaftpflichtversicherung.

Insbesondere die Abwehr von Forderungen hilft Ihnen, da Sie sich so auf die wesentlichen Aspekte Ihrer Arbeit konzentrieren können und Ihre Energie nicht auf Nebenschauplätzen verlieren. Zudem besitzt nicht jeder Rechtsanwalt genügend Privatvermögen, um damit einen finanziellen Schaden zu ersetzen. Eine Schadensersatzforderung kann so zum finanziellen und beruflichen Ruin führen.

Vermögensschadenhaftpflicht für Rechtsanwälte

Sie sind als Rechtsanwalt mit einer Berufshaftpflicht nur bei Vermögensschäden versichert. Insofern handelt es sich vielmehr um eine Vermögensschadenshaftpflicht als um eine Berufshaftpflichtversicherung, die normalerweise auch Personen- und Sachschäden abdeckt. Diese Einschränkung ist nachvollziehbar, denn anders als beispielsweise bei Ärzten besteht bei einem Rechtsanwalt nicht unmittelbar das Risiko, dass durch seine berufliche Tätigkeit jemand verletzt werden könnte. Wahrscheinlicher ist es, dass dem Mandanten durch eine falsche Auskunft ein finanzieller Schaden entsteht. Daher Ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Sie besonders wichtig.

Vermögensschadenhaftpflicht individuell anpassen

Die Höhe der Versicherungssumme muss mindestens 250.000 Euro pro Versicherungsfall betragen. Innerhalb eines Versicherungsjahres können die Leistungen für alle verursachten Schäden auf eine Million Euro begrenzt werden. Dies ist insofern wichtig, da sich die Höhe der Summe auf die Höhe Ihres Beitrages auswirkt. In der Regel reicht die Mindestversicherungssumme für Sie aus. Bei jedem Mandanten sollten Sie allerdings überprüfen, ob Ihre Berufshaftpflichtversicherung mögliche Schadensersatzansprüche in vollem Umfang abdeckt. Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen, um eventuelle Fehlentscheidungen zu verhindern.

Wenn Sie feststellen, dass der Schaden nicht vollständig abgedeckt wird, haben Sie folgende Optionen: Sie können einerseits mit Ihrer Berufshaftpflichtversicherung vereinbaren, dass die Summe für den konkreten Fall erhöht wird. Die zusätzlichen Kosten können Sie unter Umstanden Ihren Klienten in Rechnung stellen. Andererseits können Sie mit Ihrem Kunden aushandeln, dass im Schadensfall nur so viel gezahlt wird, wie es die Versicherung gibt. Falls keine der Möglichkeiten in Frage kommt, müssen Sie das Mandat ablehnen.

Welche Fehler können passieren?

Trotz sorgfältiger und gewissenhafter Arbeit können Fehler bei der beruflichen Ausübung nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden. Das gilt nicht nur für Sie als Rechtsanwalt, sondern für alle Menschen. Forderungen gegen Rechtsanwälte können beispielsweise entstehen, wenn sie eine falsche oder nicht umfassende Rechtsauskunft geben. Auch Fehler in der Prozessführung oder das Beschreiten des falschen Rechtsweges sind Situationen, in denen sie mit einem Schadensersatzanspruch rechnen müssen, ebenso beim Versäumen von Notfristen.

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Verhalten im Versicherungsfall

Falls Sie einen Fehler gemacht haben, der zu Haftpflichtansprüchen führen könnte, müssen Sie dies innerhalb einer Woche der Versicherung melden. Es reicht nicht aus, wenn Sie Ihre Berufshaftpflicht erst informieren, sobald Ihr Mandant die Ansprüche geltend macht. Ihre Kunden beziehungsweise geschädigte Dritte haben gegen den Versicherer keine direkten Forderungsansprüche, sondern nur gegen Sie als Versicherungsnehmer. Daher wenden sich die Geschädigten an Sie und Sie leiten die Forderungen an Ihre Berufshaftpflicht weiter.